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Konjunkturerhebung der Stein- und keramischen Industrie

Andreas Pfeiler_Pressefruehstueck
DI Dr. Andreas Pfeiler

Die jährliche Konjunkturerhebung des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie brachte für das vergangene Jahr ein erfreuliches Ergebnis. Nach massivem Rückgang 2009
(-11 %) und Stagnation 2010, gab es 2011 erstmals wieder eine deutliche Umsatzsteigerung (+6,59%) und einen Zuwachs bei den Beschäftigten von fast 4%.

In den Sommermonaten sagten die Statistikzahlen noch einen schlechteren Geschäftsverlauf als 2010 voraus, ein außerordentlich gutes letztes Quartal konnte das Gesamtergebnis allerdings noch zum Positiven wenden. Neben der Sand- und Kiesindustrie konnten die Transportbetonindustrie mit +12,44% und die
Beton- und –fertigteilindustrie mit +12,19% die größten Zuwächse verzeichnen. Dies ist vor allem auf große Infrastrukturprojekte wie den neuen Hauptbahnhof zurückzuführen. Nach Jahren des Rückgangs konnten auch die großen Bauzuliefer-Branchen (Beton- und –fertigteile, Transportbeton, Zement, Putz-Mörtel, Sand-Kies, Schotter) mit einem Zuwachs von 6,81% ein Plus verzeichnen. DI Dr. Andreas Pfeiler, Geschäftsführer des Fachverbandes, weiß um die substanzielle Bedeutung dieser Branchen, die Infrastrukturinvestitionen und Bautätigkeiten im Land ziemlich genau widerspiegeln. Entsprechenden Anteil am Umsatzwachstum haben Straßen- und Schienenprojekte sowie Fördermaßnahmen im Bereich der thermischen Sanierung. Die von der Bundesregierung angekündigten Konsolidierungsmaßnahmen (Halbierung der Bausparprämie, Kürzungen im Infrastrukturbereich) haben unmittelbare Auswirkungen auf die Bauleistungen, sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau. Aufgrund dessen und anderer unbekannter Faktoren kann eine valide Prognose für 2012 nicht abgegeben werden. "Wenn wir in Anbetracht der aktuellen Rahmenbedingungen ein Plus von 2% im Gesamtjahr erreichen, können wir zufrieden sein", gibt sich Pfeiler vorsichtig optimistisch.

Wir stellen Ihnen alle Konjunkturzahlen auf einen Blick als Download zur Verfügung: pdf Konjunkturzahlen auf einen Blick69.57 KB