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Mobiler Hochwasserschutz in der Wachau

In Spitz an der Donau kann man einmal mehr die unglaublich vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Beton entdecken. An der Donaupromenade hat Architekt Thomas Tauber den Sockel für den mobilen Hochwasserschutz so niedrig gehalten, dass dieser von der Bevölkerung nicht als Schutzbau wahrgenommen, sondern vielmehr als Sitzgelegenheit genützt wird. Zahlreiche Hochwasserkatastrophen haben Spitz seit Jahrhunderten immer wieder heimgesucht. An der Donau wurden in den vergangenen zehn Jahren rund 145 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. Die Schutzbauten sollten auch mit dem einzigartigen Orts- und Landschaftsbild entlang der Donau harmonieren. Architekt Tauber, für die Gestaltung des Hochwasserschutzes in der Wachau verantwortlich, errichtete binnen rund zweier Jahre einen solchen mobilen Hochwasserschutz: Die Mauer aus Sichtbeton ist fast zwei Kilometer lang und schützt durch die mobilen Elemente mit einer maximalen Höhe von knapp vier Metern rund 13 Hektar Bauland und etwa 190 Gebäude vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis. Neben stationären Mauern auf einer Länge von 290 Metern finden sich 1.850 Meter Mauersockel mit aufsetzbaren Elementen. Das Mobilsystem besteht aus rund 950 Stützen und rund 6.700 Dammbalken. Die Mobilelemente, die im Falle eines Hochwassers zum Einsatz kommen, werden in einer rund 1.200 Quadratmeter großen Lagerhalle gelagert. Mit einem Zug des Katastrophenhilfsdienstes der Feuerwehr und dem Hochwasserschutzverein erfolgte der erste Probeaufbau. Im Mai 2012 wurde der Hochwasserschutz feierlich eröffnet, bereits einen Monat später wurde er erstmals unter Echtbedingungen aufgebaut. Die Wassertaufe verlief erfolgreich, der neue Hochwasserschutz konnte sich bewähren.

Mobiler HWS Wachau
Foto: © Tauber