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Red Dot Design Award für Schmuck aus Beton

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Foto: Thomas Hauser, Atelier Allure

"Edelbeton" nennt der Wiener Schmuckmacher Thomas Hauser die Materialkomposition, die er für seine Schmuckkreationen verwendet. An der TU Wien wurde der spezielle Spritzbeton entwickelt.
Die künstlerische Herausforderung für Hauser war es, feine und ansprechende Formen zu kreieren, bei denen das Material Beton trotzdem erkennbar bleibt. Für sein 3-Ringe Konzept "AAA" wurde er mit dem international angesehenen "Red Dot Design Award" ausgezeichnet. Aufgrund der Ursprünglichkeit des Materials Beton und der ihm immanenten, natürlichen Wolkenmusterbildung, ist jeder Ring trotz serieller Fertigung ein Unikat. Bauingenieur Johannes Kirnbauer vom Institut für Hochbau und Technologie passt Betonmischungen an verschiedene technische Anforderungen an, er half bei der Entwicklung des Spezialbetons. "Er muss dünnflüssig genug sein, um gut zu fließen, aber zäh genug, damit sich eine ausreichend massive Schicht am Ring festsetzt", erklärt Kirnbauer. Bis man die richtige Betonmischung gefunden hat, ist eine Reihe von Experimenten nötig. Auch Computersimulationen helfen dabei, die Eigenschaften des Betons schon im Vorhinein richtig einzustellen. Nur etwas mehr als ein Millimeter dick ist der Betonkörper, der in mehreren Schichten auf die Ringe aufgespritzt wird. Am Ende wird der Beton noch geglättet und poliert. Sie fragen sich, ob Ohrhänger aus Beton nicht zu schwer sind? Beton wiegt etwa 2,3 Gramm pro Kubikzentimeter – dasselbe Volumen in Gold hat mehr als das siebenfache Gewicht! http://www.atelierallure.com/

An der TU Wien wurde bereits im Jahr 2011 ein spezieller Spritzbeton entwickelt und für künstlerische Zwecke eingesetzt – in welchem Zusammenhang lesen Sie in unserem Archiv!

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Auch Ohrhänger können aus Beton gemacht werden.
Foto: Thomas Hauser, Atelier Allure