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Beton im Einsatz: Schutz bei Hochwasser

Im Mai 2012 wurde der mobile Hochwasserschutz in Spitz an der Donau feierlich eröffnet. Schon ein Jahr später konnte durch diesen Schutzbau und die großartige Organisation der Einsatzkräfte in vielen Gemeinden eine größere Katastrophe verhindert werden. Beton als Baustoff erhält bei der Errichtung von Schutzmauern aufgrund seiner Wirtschaftlichkeit und Formbarkeit, vor allem aber wegen seiner Wasserundurchlässigkeit eine herausragende Bedeutung. In den vergangenen zehn Jahren wurden laut Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) 1,8 Milliarden Euro in den "Schutz vor Naturkatastrophen" investiert, davon sind rund 600 Millionen Euro in den massiven Ausbau des Hochwasserschutzes geflossen. Seit 2008 sind 7400 Projekte umgesetzt worden, viele weitere sind in Bau. Der längste mobile Hochwasserschutz Mitteleuropas an der Donaupromenade in Spitz und Weißenkirchen ist letztes Jahr fertig geworden und hält nun den Wassermassen stand. Zum ersten Mal stehen im traditionellen Überflutungsgebiet nicht mehr hunderte Häuser unter Wasser. Für viele andere Gemeinden entlang der Donau und anderer Flüsse in Österreich ein schwacher Trost, denn dort gibt es noch keinen Hochwasserschutz. Helga Kromp-Kolb, Klimaforscherin an der Universität für Bodenkultur in Wien, empfiehlt in einem Interview, neue Hochwasserschutzmaßnahmen nicht nach den Katastrophen der Vergangenheit auszurichten sondern an der Zukunft. "Die Atmosphäre ist insgesamt wärmer geworden. Das heißt, es steckt mehr Energie in ihr, und so können intensivere Niederschläge, Stürme oder längere Hitzeperioden auftreten. In einer Atmosphäre, die um zwei bis drei Grad wärmer ist, können rund zehn Prozent mehr Wasser sein. Da kommen dann auch zehn Prozent mehr runter." Nach den jüngsten Katastrophen werden die Gefahrenzonen ganz genau beachtet, trotzdem stehen immer noch viele Bauten seit Jahrhunderten auf steilen Hängen oder in nächster Nähe eines Flusses. Damals gab es noch keine Gefahrenzonenpläne, hier müssen weitere Schutzbauten errichtet werden. Dort, wo Naturbaumaßnahmen nicht möglich sind, leisten Schutzbauwerke aus Beton hervorragende Dienste.