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Blüten aus Beton

Das Kunst am Bau Projekt am vorarlberg museum Bregenz ist nicht nur Beweis für die nahezu unbegrenzten gestalterischen Möglichkeiten, die Beton bietet, sondern auch Beweis, dass Beton als Repräsentant zum Kulturgut der Gegenwart geworden ist. Der Entwurf des Büros Cukrowicz Nachbaur Architekten für die Erweiterung des vorarlberg museum in Bregenz hat die Jury überzeugt. Das bestehende Gebäude wird mit zwei Geschossen und das Museum durch einen, der Innenstadt zugewandten fünfgeschossigen Neubau erweitert, auf dessen Fassade ein Betonrelief mit einer Größe von zirka 1.300 m2 ist. Das Relief besteht aus 16.656 Betonblüten, die aus einer glatten, fugenlosen Sichtbetonfläche herauswachsen. Die Blüten selbst sind aus Abdrücken von Böden von handelsüblichen PET-Flaschen entstanden. Die Hauptherausforderung war die Anforderung von Architekten und Künstler, die Fassade fugenlos zu gestalten. Die ARGE stellte die 17cm dicke Betonscheibe mit den Blüten daher stehend vor Ort her; sie wurden in einem Verlauf vor 25 cm Wärmedämmung und 30cm Stahlbetonwänden gegossen. Zum Einsatz kam dabei selbstverdichtender Beton mit einer extrem hohen Viskosität und einem maximierten Anteil an weißen Pigmenten, um der Farbgebung des Gesamtkomplexes entsprechen zu können. Dieser wurde völlig blasenfrei und mit größter Vorsicht in die hochdruckfesten und perfekt dichten Schalungen gefüllt, die dem enormen Innendruck in den sechs Meter hohen Schalungselementen standhalten mussten. Weitere Informationen finden Sie unter www.beton.org.

Vorarlberg Museum
Foto: © BetonBild