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Wasserschloss Weyer

wasserschloss weyer
Foto: © Kaineder

Das Wasserschloss Weyer in Kematen an der Krems wurde 1299 im Stift Kremsmünster erstmals urkundlich erwähnt. Das denkmalgeschützte Schloss wird seit 2012 entkernt und unter Erhaltung der Fassade renoviert. Im Rahmen des Umbaus war es erforderlich, den Baugrund den neuen statischen Anforderungen anzupassen. Die geotechnische Herausforderung beim Umbau von Wasserschlössern liegt in der geologischen Untergrundbeschaffenheit aufgrund ihrer geographischen Lage in den Talauen von Flüssen. In den meisten Fällen besteht der Baugrund aus stark wasserhaltigen Tonen, Schluffen und Feinsanden, die sich nicht zur Abtragung von statischen Lasten eines Gebäudes eignen. Im Mittelalter wurde daher der Untergrund der Bauwerke mittels Aufschüttungen von Steinen oder mit Holzpfählen stabilisiert. Da die geplanten architektonischen Änderungen beim Schloss Weyer höhere Lastabtragungen in den Baugrund zur Folge haben, reicht die ehemalige Stabilisierung des Untergrunds nicht mehr aus, um die Standsicherheit zu gewährleisten. Aus diesem Grund hat die Spezialtiefbaufirma Keller Grundbau GmbH mittels Düsenstrahlverfahren vom inneren Gebäude ausgehend den Baugrund mit Bodenmörtelsäulen bis in eine Tiefe von ca. 8 Metern verfestigt. Zusätzlich wurden die Bodenverfestigungskörper auch entlang der Außenmauerung hergestellt. Als Baustoff für die Dichtwand und die Bodenmörtelsäulen kam ein Injektionsbindemittel der Firma Geosystems zum Einsatz, das speziell für geologisch schwierige Böden entwickelt wurde. Die Renovierungsarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss.