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And the Oscar goes to… BETON

Die Egg-Graben-Brücke im Salzburger Großarltal ist das erste österreichische Bauwerk, das den "Award for outstanding concrete structures" erhalten wird. Die "federation internationale du beton - fib" vergibt die Auszeichnungen im Frühjahr 2014. Johann Kollegger ist Professor für Betonbau am Institut für Tragkonstruktionen an der TU Wien. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern entwickelte er nach mehrjährigen Forschungsarbeiten eine neue witterungsbeständige Baumethode für Brücken. In aufwändigen experimentellen Untersuchungen und numerischen Simulationen wurde die Praxistauglichkeit nachgewiesen. Anstatt einer Stahlbewehrung wurden Spannglieder in Kunststoffhüllrohren in Längs- und Querrichtung der Fahrbahnplatte in den Beton der Brücke eingegossen. Da diese Spannglieder in eine Kunststoffhülle gepackt wurden, können sie von eindringendem Salzwasser nicht beschädigt werden. Dadurch wird die Lebensdauer des Bauwerks verlängert, Wartungskosten werden reduziert. Zudem hat die Brücke dank der ausgeklügelten Statik eine sehr schlanke Form und wirkt ästhetisch ansprechend. "Beton wurde genau dort eingesetzt, wo er aus statischen Gründen erforderlich ist, so wirkt die Brücke elegant und fügt sich unaufdringlich in die Landschaft ein", erklärt Kollegger.

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Foto: © Pez Hejduk

Die fib ist das weltweite Dach der nationalen Betonbau-Organisationen. Alle vier Jahre vergibt sie den "fib Award for outstanding concrete structures" an fünf herausragende Beton-Bauwerke. Die an der TU Wien entworfene und geplante Egg-Graben-Brücke ist eine von zwei Brücken weltweit, die mit dem "Beton-Oscar" ausgezeichnet wird.

In unserer Literaturrecherche finden Sie einen ausführlichen Bericht zur Egg-Graben-Brücke.