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Zement erleben

Die Holcim (Schweiz) AG bietet in ihrem Zementwerk Untervaz eine besondere Veranstaltung an: Primarschüler können Zement hautnah erleben. Das Angebot nutzt auch Schulbroschüren, die von der VÖZ erarbeitet wurden. Das Projekt "Zement erleben" wurde von Rosalie Hepberger im Rahmen ihrer Maturarbeit gemeinsam mit Holcim entwickelt und organisiert. Holcim unterstützt Aktionen wie diese, um die Verankerung in den Standortgemeinden und den Bezug zur lokalen Bevölkerung zu stärken. Es sind weitere Durchführungen geplant.

Holcim Zement hautnah Kind
Bei Holcim erleben Kinder Zement hautnah

Drei Dutzend Schüler strampeln an einem Freitagmorgen mit dem Velo ins Werkgelände. Nach einer kurzen Sicherheitsschulung nehmen sie in Gruppen die Erlebnisstationen in Angriff. Start ist im Steinbruch. Mit Helm und Warnweste ausgerüstet wandern die Blicke die Felswand empor. Der Steinbruchmeister erklärt die Gesteine und wie daraus Rohmaterialien gewonnen werden. Ein Schätzspiel verdeutlicht das Gewicht der Kipper und Steine. Ein Schüler bläst ins Horn, die Sprengung wird gezündet. Vom Rohmaterial geht es weiter zum Klinkerofen. Die Laboranlage simuliert den Nasswäscher. Die Kinder riechen die Gerüche, die sich ohne Filteranlage über Untervaz ausbreiten würden. Mit einem "Feuer-Erde-Wasser-Luft-Spiel" bearbeiten sie die Elemente und erfahren, wie wichtig diese für den Menschen und für die Produktion des Zements sind. An der nächsten Station wird Zement in einer selbst konstruierten "Velomühle" gemahlen und so der riesige hierfür benötigte Energieaufwand verdeutlicht. Parallel dazu wird im Fallrohrexperiment die Zerkleinerungskraft der Mahlkugeln erprobt – und versucht, die Härte von Klinker, Gips, Kalkstein und Kreide zu bestimmen. Die Ergebnisse werden protokolliert. Zum Mittagessen gibt es Schnitzel und Pommes. Der Nachmittag ist der Kreativität und dem Mörtellabor gewidmet. Zum Abschluss gehen die Schülergruppen ins physikalische Labor zum "Wunschklötzlibetonieren". Die Schülerinnen und Schüler haben sich im Unterricht vorbereitet und einen Wunschzettel gestaltet. Dieser wird jetzt in ein Klötzchen einbetoniert - in 10 Jahren sollen die Wunschklötzchen wieder "geborgen" und geöffnet werden.

 Text: Christoph Spinnler, Communications, Holcim (Schweiz) AG