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Ressourcenschonende Herstellung von Betonschalen mithilfe von Robotern

 

Roboter PASCHAL Aarhus

Foto: © PASCHAL

Im Rahmen eines europäischen Forschungsprojektes wurde der ressourcenschonende Materialeinsatz von freigeformten Betonkonstruktionen und -flächen untersucht. Auf dem Werksgelände der Firma Paschal-Danmark A/S, ein Unternehmen, das sich auf Betonschalungen spezialisiert hat, wurde im Rahmen der Studie eine Skulptur mit 24 m Länge, 6 m Höhe und 6 m Breite erstellt. Die letzten Arbeiten wurden Mitte März 2014 abgeschlossen. Bei diesem Demonstrationsprojekt ging es u.a. darum, Schalungsarbeiten und -formen sowie die Bewehrung doppelt gekrümmter Betonformen effizient und ressourcenschonend mit Unterstützung von Robotern zu optimieren:

  • Zur Formgebung der Betonkonstruktion wurde druckfestes Polystyrol verwendet. Daraus fräste ein Roboter, der zuvor mit aufbereiteten CAD-Daten "gefüttert" wurde, sowohl die untere als auch die obere Form.
  • Die Schalfläche, die direkten Kontakt zum Beton hat, wurde mit einer Membrane ausgelegt.
  • Die Bewehrung wurde ebenfalls von einem Industrieroboter gebogen. Die sich kreuzenden Bewehrungsstäbe wurden dabei maschinell miteinander verbunden.
  • Die gesamte Konstruktion wurde mit dem Schalungssystem LOGO.3 von Paschal "eingerahmt" und mit Traggerüsten gestützt - u.a. um zu verhindern, dass die obere Form beim Betonieren aufschwimmt.
  • Zum Betonieren wurde ein extrem fließfähiger und selbstverdichtender Beton verwendet.

Die Stahlbetonskulptur, die aus rund 30 m3 Beton besteht, ist auf dem Paschal-Werksgelände in Aarhus zu besichtigen. Das Unternehmen erwägt, bei einer Weiterentwicklung dieser neuen Schaltechnik mitzuwirken, sie wäre für den Einsatz beim Betonbrückenbau gut geeignet.

www.paschal.de