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Moderner Sakralbau in Sichtbeton

Dieser monolithische Bau in Wien Penzing  ist ein Beispiel zeitgemäßer Kirchenarchitektur in einer Zeit sich verändernder Anforderungen an Religionen und ihrer räumlichen Ausformulierung. Der Neubau der Neuapostolischen Kirche ist als zeichenhafter Baukörper mit städtebaulicher Wirkung ausgebildet, der die zulässige Bauhöhe ausreizt und daraus einen semantischen Mehrwert generiert. Veit Aschenbrenner Architekten gelang der Spagat zwischen einer modernen und funktionellen Kirche und einem Gebäude, das sich in die bestehende Häuserstruktur einfügt und trotzdem herausragt. Gemäß ihren eigenen Leitsätzen gestalteten sie ein Objekt, das atmosphärisch gestimmte Räume bietet, sich seiner Funktion entsprechend bewusst vom Kontext abhebt und über ausdifferenzierte Niveaus unterschiedliche Nutzungen in einem monolithischen Bau unterbringt. Baubeginn war im Frühjahr 2013, am ersten Oktoberwochenende 2014 wurde die Kirche im Zuge eines Festgottesdienstes wieder eröffnet. Der skulpturale Ansatz des Neubaus mit wenigen sichtbaren Öffnungen wird unterstrichen durch die gewählte Bauweise aus Dämmbeton, die einen Baukörper "aus einem Guss" erzeugt. Der Sichtbeton mit Glasschaumschotterzuschlag hat einen hohen Dämmwert, wird mit Recyclingmaterial hergestellt, ist dadurch nachhaltig, wirkt zeitlos und lässt die Kirche eindeutig als Sonderbau erkennen. Über einen im Nordwesten eingeschnittenen Vorbereich betritt man das Foyer. Von hier aus gelangt man direkt in den Kirchenraum. Das seitlich schräge Oberlicht strömt von Nordwesten auf die über 10 Meter hohe geneigte Wand hinter dem Altar. Die hell gefärbte Betonfläche reflektiert das Licht diffus, verstärkt die konzentrierte Atmosphäre und erzeugt einen kontemplativen Raum – einen Raum für das Wort Gottes.

Neuapostolische Kirche
Foto: © Hertha Hurnaus

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