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Personalunion für Forschung und Entwicklung am Bau

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Führungsduo für Zentrum Betontechnik in der ÖVBB

Neueste Trends der Betontechnologie, die Abwicklung von Forschungsvorhaben und deren Umsetzung in der Baustellenpraxis bilden die inhaltlichen Schwerpunkte des weisungsunabhängigen "Zentrum Betontechnik" in der Österreichischen Vereinigung für Beton- und Bautechnik (ÖVBB). Bedingt durch die stetig zunehmenden Aufgaben ist die technische Leitung mit DI Dr. Stefan Krispel bereits seit 2003 im Forschungsinstitut der Vereinigung der österreichischen Zementindustrie (VÖZfi) tätig und seit 2007 Leiter der Abteilung Beton besetzt. Mit dem langjährig auch international anerkannten Beton- Experten BR h.c. DI Dr. Helmut Huber bildet er das Führungsduo. "Wir starten gemeinsam in eine neue Zukunft", so Krispel. "Österreich hat einen anerkannt hohen Stand der Technik und ist in vielen Bereichen Europaspitze. Um diesen Ruf zu halten werden wir die Vernetzung von Wissenschaft, Technik und Wirtschaft noch mehr intensivieren."

Huber hat mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der Baupraxis, der Forschungs-, Normen- und Richtlinienarbeit die Entwicklungen neuer Betone maßgeblich geprägt. Nach dem Studium begann er bei der Tauernkraftwerke AG und war von Beginn an ein Mann, der die Verbindung von Theorie und praktischer Umsetzung suchte. Als Leiter der Materialversuchsanstalt Straß, sowie als GF der Tauernplan Prüf- und Messtechnik GmbH , war Huber für die Errichtungen zahlreicher Hochgebirgsanlagen verantwortlich. Gefragt ist seine Kompetenz bei der Betonoptimierung im Tunnelbau und konstruktivem Tiefbau, sowie bei den Entwicklungen neuer Betonkonzepte. DI Michael Pauser, Geschäftsführer der ÖVBB: "Huber ist ein exzellenter Experte und wird nicht umsonst als Beton-Papst bezeichnet." Huber ist auch international gefragt. Großprojekte in Deutschland, England, Irland, Iran, Türkei und Indonesien beweisen es.

Krispel schloss nach seinem Diplomstudium für Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Wien, Studienzweig Baubetrieb und Bauwirtschaft, ein Doktoratsstudium der Technischen Physik an. 2003 begann er seine Tätigkeit als Projektleiter beim VÖZfi und komplettierte parallel dazu seine Ausbildung mit einem Diplomstudium für Wirtschaftsberatung an der FH Wiener Neustadt. Das Forschungsinstitut der österreichischen Zementindustrie (VÖZfi) betreut im Rahmen ihrer Arbeit Geschäftsfelder wie Prüfung und Überwachung, Beratung und Entwicklung, Forschung und Erhaltung sowie Instandsetzung und Wissenstransfer, Normen, Regelwerke und Umwelt. Felix Friembichler: "Wir sind stolz auf unsere neue Generation der Forscher. Sie verfügen über eine hervorragende Ausbildung und Wissen und setzen vor allem neue Maßstäbe für eine übergreifende Zusammenarbeit in unterschiedlichen Teams. Das eröffnet uns wieder völlig neue Perspektiven in der Forschungsarbeit."

Praxisnahe Anwendung

Krispel und Huber leiten das Zentrum Betontechnik in Personalunion und sind beide als Ansprechpartner und in konsultierender Funktion bei der objektiven und weisungsunabhängigen Beratung für Bauherrenunternehmungen und Bauindustrie tätig. Huber hat sich in seinen vielen Jahren Erfahrung zu einem Mentor zwischen Theorie und Praxis innerhalb der Branche entwickelt. Huber: "Es ist mir eine besondere Freude, auf einen Branchenkollegen mit ähnlichen Ambitionen zu treffen. Die immer komplexer werdenden Anforderungen am Bau brauchen nicht nur fachliches Knowhow, sondern auch Einblick in die Praxis." Schon mit der 2007 übernommenen Leitung der Abteilung Beton, setzte Krispel mit dem Forschungsinstitut der österreichischen Zementindustrie auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Zentrum Betontechnik. Krispel: "Es gibt viele gemeinsame Synergien und Ziele, die wir künftig im Interesse der Bauwirtschaft noch mehr intensivieren wollen." Krispel hat sich mit der Entwicklung und Umsetzung von Forschungsprojekten, beispielsweise im Bereich Straßen- und Tunnelbau, hohe Anerkennung in der Branche erworben. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Erstellung verständlicher und damit anwendungsfreundlicher Regelwerke, sowie die Kommunikation außerhalb von Fachkreisen. "Die Forschung muss aus ihrem elitären Winkel heraustreten, sich mehr öffnen und verständlich machen. Wir müssen unsere Leistungen transparent darstellen, dann werden wir auch mehr und besser verstanden."

Im Sinne der Bauwirtschaft

Das Zentrum Betontechnik ist in die Österreichische Vereinigung für Beton- und Bautechnik eingegliedert. Im Fokus steht das Erarbeiten praxisgerechter Richtlinieninhalte in enger Zusammenarbeit mit Bauherren, Ingenieurbüros, Bau- und Zulieferindustrie sowie Universitäten mit dem Ziel, eine objektive und weisungsunabhängige Beratung anzubieten. Mit Veranstaltungen wie BETONTAG, BETONAKADEMIE oder Fortbildungsangebote des ÖVBB wird das gemeinsam erarbeitete Knowhow an die Branche kommuniziert. Damit soll eine laufende Steigerung der Qualität erreicht werden.