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Betontag 2012

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Neue Perspektiven und Entwicklungen für Zement und Beton

Der alle zwei Jahre in Wien stattfindende Betontag dokumentiert vom 19. bis 20. April 2012 wieder die neuesten Entwicklungen der Bautechnik und Bauwirtschaft im zentraleuropäischen Raum. Dank intensiver Forschungen gehört die Österreichische Beton- und Zementindustrie in vielen Sektoren zur Weltspitze. DI Felix Friembichler, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie: "Forschung und Innovation gehen für unsere Branche längst weit über den Baustoff Zement oder Beton hinaus. Die Veränderungen von Anforderungen erfolgen immer rasanter. Nur wenn wir uns intensiv mit dem Endprodukt auseinander setzen, wissen wir rechtzeitig Bescheid und können entsprechend darauf reagieren."

Als Beispiel nennt Friembichler den Straßenbau. Eine intensive Auseinandersetzung mit stark befahrenen Straßen führte zu wichtigen, erfolgreichen Entwicklungen von Betonfahrbahnen. Oder die Nutzung von Beton mittels Bauteilaktivierung als Energiespeicher im Hochbau. So sei es für die Zement- und Betonindustrie wichtig geworden, sich mit der Nutzung von Gebäuden auseinanderzusetzen. Themen wie Energieeinsparung und Sicherheit sieht Friembichler weiterhin auf der Agenda wichtiger Zukunftsthemen. Die Erhaltung und Verstärkung von Tragwerken erhalten eine höhere Bedeutung als bisher.

Neue Chancen für Bauunternehmungen

Friembichler: "Bauwerke werden zunehmend komplexer und anspruchsvoller. Gründe dafür dürften einerseits verbesserte Planungshilfen und andererseits wachsender wirtschaftlicher Druck sein." So müsse künftig zur laufenden Optimierung der Bauabwicklung eines Projektes auch eine Optimierung der eingesetzten Baustoffe erfolgen. Die sich daraus ergebenden hohen Anforderungen auch in Detailfragen intensivieren nun Schritt für Schritt die Zusammenarbeit der Lieferanten von Baustoffen und Ausführenden der Bauwerke. "Je frühzeitiger die Koordination aller Beteiligten stattfindet, umso besser wird in der Regel das erzielbare Ergebnis", ist Friembichler überzeugt. "Außerdem", so Friembichler weiter, "öffnen sich damit für Bauunternehmen weitere Chancen zum Ausbau des eigenen Firmenportfolios. Die Kombination von Wissen um zukünftige Bauwerke mit dem notwendigen Können der Mitarbeit in der Projektvorbereitung sind ein unschlagbarer Wettbewerbsvorteil."

Die auch in Österreich zunehmend verstärkt geführte Diskussion um Produkt- und Gebäudebewertungen fordert die Zement- und Betonindustrie in einem von diesen 2 bislang zu wenig beachteten, aber sehr komplexen Gebieten. Friembichler bringt es auf den Punkt: "Wir müssen die berechtigten Ansprüche auf Minimierung der Inanspruchnahme von Umweltressourcen mit den ebenso berechtigten Erwartungen der Bauwirtschaft hinsichtlich der erforderlichen Qualität der verschiedenen Zemente aufeinander abstimmen."

Leistungsschau Betontag

Eine Großveranstaltung wie der Betontag dient als Plattform, um sich eine Initialzündung für Ideenfindung zu holen oder zur Verbreitung bereits gewonnener Erkenntnisse. Dazu ist der Betontag die Leistungsschau der österreichischen Bauwirtschaft schlechthin. Wissenschaftler, Investoren, Planer, Ausführende und Lieferanten erhalten damit alle zwei Jahre eine attraktive Bühne, um ihre Projekte und Leistungen vor rund 1800 Fachleuten zu präsentieren. Neben der Information über aktuelle und zukünftige Bauvorhaben können weitere, wertvolle Erkenntnisse abgeholt werden. Bauverfahren, Baumethoden und Auswahl von Baumaterialien stehen in enger Symbiose mit Wissen, Können und Erfahrung. "Der langjährige und aufmerksame Besucher des Betontags kann aus den Themen und Inhalten der Vorträge wichtige Indikatoren erkennen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen", resümiert Friembichler.

Darüber hinaus ist die Veranstaltung natürlich die beste Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, zu pflegen und über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Die Vielfalt und Qualität der angebotenen Vorträge des Betontages bieten für jeden Teilnehmer interessante Themen.