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Erstes österreichisches Handbuch für Betonstraßen

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High Tech Baupraxis mit internationaler Vorbildwirkung

Die Anforderungen an die Straßeninfrastruktur sind vielfältig und erfordern innovative und komplexe Lösungen. Mit dem brandneuen Buch "Betonstraßen – Das Handbuch, Leitfaden für die Praxis" werden nun erstmals alle technischen Grundlagen für die Herstellung und Erhaltung von Betonfahrbahnen zusammengefasst – mit Fokus auf den international anerkannten, hohen Stand der Technik in Österreich. "Wir sind sehr stolz, denn es ist uns gelungen das erste Kompendium zu schaffen, in dem alle unsere Erkenntnisse, Entwicklungen und Fortschritte der letzten 20 Jahre übersichtlich gebündelt sind", so Projektleiter DI Dr. Johannes Steigenberger, Leiter des Forschungsinstituts der Österreichischen Zementindustrie (VÖZfi). Von Nutzen ist das Handbuch für Planer, örtliche Bauaufsicht und Ausführende sowie für die Lehre in technischen Schulen, Fachhochschulen und Universitäten.

Die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ) hat das Nachschlagewerk unter wissenschaftlicher Leitung von Univ.-Prof. DI Dr. Ronald Blab, TU Wien, und mit Unterstützung von BMVIT/Verkehrssicherheitsfonds, ASFINAG/Baumanagement GmbH sowie Experten aus der Branche entwickelt. "Wir kommen damit einem vielfach geäußerten Wunsch unserer Experten aus dem In- und Ausland nach, die österreichische Betondeckenbauweise einem breiten Interessentenkreis zugänglich zu machen", erklärt Steigenberger seine Motivation zur Erstellung des Werks.

In insgesamt neun Kapiteln widmet sich das umfangreiche Handbuch und Nachschlagewerk allen wesentlichen Aspekten der Betondeckenbauweise, beginnend bei den Eigenschaften der Fahrbahnen, über die Zusammensetzung des Baustoffs, Konstruktion und Einbau sowie Qualitätssicherung, bis hin zu den unterschiedlichen Einsatzgebieten und schließlich der Erhaltung von Betonfahrbahnen.

Österreich am letzten Stand der Technik

"Der österreichische Straßenbau kann auf eine langjährige und erfolgreiche Tradition im Betondeckenbau verweisen, mit einem hohen technischen Entwicklungsstand", führt Blab aus. Dabei werden neben technischen und organisatorischen ebenso die funktionalen Anforderungen seitens Bauherren und Nutzern berücksichtigt. "Es wurden Maßnahmen vorangetrieben,  die  sich  mittlerweile nicht  nur  in  Europa, sondern  weltweit  immer  stärker  zu  den wesentlichen  Faktoren  im  Bereich  nachhaltiger  Bauweisen  entwickeln", ergänzt Steigenberger. Dazu zählen beispielsweise Recycling, zweischichtiger Einbau oder lärmarme, helle Oberflächen.

Entscheidend ist die Bauweise

Nur durch die entsprechende Konzeption des Bauvorhabens im Vorfeld, die den Verkehr und die klimatischen Gegebenheiten mit berücksichtigt, und eine hochqualitative Herstellung und Nachbehandlung der Betondecke kommen die Vorteile von Betonstraßen richtig zum Tragen. Je nach den zu erwartenden Beanspruchungen von Straßen werden entsprechende Bauweisen oder Dimensionierungen ausgeführt. In Kapitel vier, dem umfassendsten Kapitel des Buches, werden die Bauweisen und Konstruktionsgrundlagen nachvollziehbar aufgearbeitet.

Hohe Belastbarkeit

Hohe Tragfähigkeit und Verformungswiderstand, lange Lebensdauer, Griffigkeit sowie lärmmindernde Eigenschaften zeichnen Betonfahrbahnen besonders aus. In erster Linie kommt die Betonbauweise dort zum Einsatz, wo höchste Belastungen auftreten und lange Lebensdauer gefordert ist - angefangen vom hochrangigen Straßennetz über den urbanen Raum bis hin zum ländlichen Wegebau. So kommen Betondecken beispielsweise in Kreisverkehrsanlagen, auf Flugbetriebsflächen und Rastanlagen zum Einsatz. Mehr zum Thema behandelt Kapitel acht.   

Betonstraßen leben länger

Moderne Betonstraßen haben eine Lebenserwartung von bis zu 50 Jahren. Erhaltungsmaßnahmen sind kaum nötig. Angesichts der zunehmenden Verkehrsbelastungen und Beanspruchungen durch Hitze, Frost und Tausalz sowie Temperatur- und Feuchteschwankungen ist diese Lebensdauer beachtlich. Der Baustoff bzw. seine Zusammensetzung, aber auch bauliche Randbedingungen wie Fugenausbildung oder Entwässerung der Deckenunterlage sind für langlebige Oberflächen von wesentlicher Bedeutung. Die Dauerhaftigkeit wird zudem von der Fachkenntnis und Sorgfalt bei Herstellung und Einbau sowie der Qualitätssicherung entscheidend beeinflusst. Näheres dazu wird in den Kapiteln vier bis sieben umfassend abgehandelt. 

Geringer Erhaltungsaufwand

Im Allgemeinen benötigen Betonstraßen über mehr als zwei Drittel ihrer Gebrauchsdauer vergleichsweise wenig Aufwand für Instandsetzungen. Erst mit fortschreitendem Alter gewinnt die Erhaltung bei Betondecken zunehmend an Bedeutung. Bei der Wahl der Maßnahmen gilt es unter anderem zeitliche, technische und wirtschaftliche Aspekte zu beachten. Dafür kommen Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen zum Tragen. In Kapitel neun wird das entsprechende Vorgehen vorgestellt.

Die Realisierung des Handbuchs wurde unterstützt vom BMVIT/Verkehrssicherheitsfonds, ASFINAG/Baumanagement GmbH und der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ). Die Autoren und Experten aus Wissenschaft, Verwaltung und Baupraxis wurden mit Ihrem Fachwissen und Ihrer Erfahrung unter wissenschaftlicher Leitung in den Entstehungsprozess des Handbuches eingebunden.

Literaturtipp:

Cover BetonstrassenBetonstraßen – Das Handbuch.
Leitfaden für die Praxis.
Dezember 2012

Herausgeber: Zement + Beton
Handels- und Werbeges.m.b.H.
Reisnerstraße 53, 1030 Wien
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+43 1 714 66 85 – 0 

Umfang:          215 Seiten, reich bebildert

Preis:                77,00 Euro

Ab sofort direkt beim Herausgeber oder im Fachbuchhandel erhältlich:
ISBN 3-9501576-2-X