VÖZ Logo
header betondesign 03

Beton Kreativ Wettbewerb 2010 - Neue Landmark für die Grazer City gesucht

pdf Beton Kreativ Wettbewerb 201074.28 KB

Beton Kreativ Wettbewerb 2010 unterstützt interdisziplinäre Studententeams

Im Baustoff Beton stecken unendlich viele innovative Potentiale. Neue Kombinationen ermöglichen völlig neue Anmutungen und Möglichkeiten der Nutzung. Die österreichische Beton- und Zementindustrie fördert seit vielen Jahren den universitären Nachwuchs von Architekten und Ingenieuren. Dazu wird – erstmals in Kooperation mit der Grazer TU, Institut für Gebäudelehre – für 2010 der "Beton Kreativ Wettbewerb" für alle Studenten der Architektur- und Baufakultäten österreichischer Universitäten ausgeschrieben. Die Einreichfrist endet am 26. März 2010. Zentrales Thema sind "Intensive Oberflächen". Ausgelotet werden soll das große Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten, die das Material Beton bietet. Gesucht wird eine neue Landmark für die Grazer City, ein Gebäude, das Nutzungsmöglichkeiten für Büro, Gastronomie und Wohnungen anbieten wird. Neben der Kreativität ist das Ziel des Wettbewerbs, die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Bauingenieuren und Architekten zu animieren, denn diese fördert in der Welt der guten Architektur seit jeher innovative und prägende Einflüsse. Vorbild dieser simultanen Zusammenarbeit von Kunst, Architektur- und Ingenieurleistung ist zum Beispiel die Bauhausära.
"Interdisziplinäre Zusammenarbeit öffnet auf einzigartige Weise die Wege zu innovativen und zukunftsweisenden Lösungen", weiß der Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ), DI Felix Friembichler.

Hohe Ansprüche an Kreativität und Konstruktion

"Bauingenieure und Architekten haben unterschiedliche Sichtweisen wie sie an ein Projekt herangehen. Daher ist es bereits in der Studienphase wichtig, die unterschiedlichen Sichtweisen der jeweils anderen Disziplin zu verstehen und in der Projektarbeit miteinander abzustimmen", erklärt DI Dr. Frank Huber, Geschäftsführer der Zement + Beton Handels- und Werbeges.m.b.H. in Wien. Nur so können auch die vielfältigen technischen Einsatzmöglichkeiten des Betons und die individuellen, konstruktiven und gestalterischen Möglichkeiten, die dieser Baustoff bietet, auch voll ausgeschöpft werden. "Die Studenten müssen den Baustoff fühlen, ihn riechen, ihn begreifen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen", ist Huber schon gespannt auf die eingereichten Arbeiten. Obwohl die Studenten zugunsten des kreativen Aspekts beim Entwurf keinen finanziellen Rahmen vorgegeben haben, muss eine realistische Umsetzungsmöglichkeit des Projektes gegeben sein.

Strategische Neuausrichtung für die Grazer Innenstadt

Um die sinnliche Materialität von Beton exemplarisch zu zeigen, soll ein bis zu achtgeschossiger Baukörper mit gemischter Nutzung und einer Aufsehen erregenden Betonhülle am geschichtsträchtigen Andreas-Hofer-Platz in der Grazer Innenstadt entworfen werden. Der erst 1947 nach dem Tiroler Freiheitskämpfer benannte Platz, wurde bis ins 20. Jahrhundert von der Kirche und dem Kloster der Karmeliterinnen dominiert, 1966 wurde hier die erste Tiefgarage in Graz errichtet und wird heute zur Gänze von den umgebenden Straßen und ihrer hohen Verkehrsbelastung bestimmt. Durch ein Gebäude mit Büro- und Geschäftsflächen soll dieser prominent gelegene innerstädtische Raum eine strategische Neuausrichtung erfahren. Besonderer Wert wird dabei auf die kreative Anwendung des Baustoffes Beton gelegt, was vor allem bei der Gestaltung der Fassade zum Ausdruck kommen soll: "Intensive Oberflächen, geprägt von der sinnlichen Materialität von Beton in Fassade und Gebäudehülle, sollen ein signifikantes, landmarkfähiges Gebäude formen", ist Univ.-Prof. Hans Gangoly, Institut für Gebäudelehre, von der Formulierung der Aufgabe überzeugt. Gefordert sind überdies innovative Lösungen für die Konzeption eines Tragsystems, für Energie- und Haustechnik, den Einsatz von Beton im städtischen Kontext und seine Anwendung im Freiraum bzw. zur Stadtmöblierung. Besonders bei der Verarbeitung von Sichtbeton steht dem Architekten ein unglaubliches Repertoire an Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Mit diversen Zusatzmitteln, unterschiedlichen Zuschlagstoffen, Gesteinskörnungen und Bearbeitungsformen wie Bürsten oder Aufrauen lässt sich die Beschaffenheit der Oberfläche stark verändern: sie kann sehr glatt, rau oder grobporig sein, ebenmäßig in der Sonne glänzen oder dank ihrer spezifischen Struktur starke Schatten erzeugen. "Neben Kreativität und Verspieltheit verlangt jedes strukturelle Entwurfskonzept mit Sichtbeton aber auch strenge konzeptionelle und handwerkliche Disziplin", erläutert Univ.-Ass. Michael Grobbauer vom Institut für Hochbau und Bauphysik an der TU Graz.

Bauwirtschaft unterstützt umfassende Ausbildung

Die Förderung von Studenten ist der Beton- und Zementindustrie seit Jahren ein Anliegen. Bereits seit 2005 wird in Wien in Kooperation mit der Fakultät für Bauingenieurwesen der TU Wien die "Concrete Student Trophy" erfolgreich ausgeschrieben und prämiert. "Wir freuen uns besonders über die Unterstützung und fachliche Begleitung des Wettbewerbs  durch die Professoren der TU Graz. Nur so ist es möglich das kreative Potential der Studenten voll auszuschöpfen", erklärt Huber die Zusammenarbeit mit dem Grazer Institut für Gebäudelehre. Getragen wird der Wettbewerb durch ein Konsortium bestehend aus der Alpine Bau GmbH, der Strabag AG, der Stadt Graz, dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit), der Bundesimmobiliengesellschaft m. b. H. (BIG), dem Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB), dem Güteverband Transportbeton (GVTB) und der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ), unter der fachlichen Begleitung der TU Graz. Die Preise des Beton Kreativ Wettbewerbs 2010 sind mit insgesamt 7.000 Euro dotiert.

Einreichfrist 26. März 2010

Der Beton Kreativ Wettbewerb soll in den nächsten Jahren als fixer Bestandteil der studentischen Architekturszene etabliert werden. Ausgezeichnet werden herausragende Seminararbeiten, Projektarbeiten bzw. Entwürfe, bei deren Gestaltung und Konstruktion dem Werkstoff Beton eine wesentliche Rolle zukommt. Das Thema des 2010 erstmalig stattfindenden Wettbewerbs lautet: "Intensive Oberflächen – Zur sinnlichen Materialität von Beton in Fassade & Gebäudehülle." Die Einreichfrist endet am 26. März 2010, der Preis wird am 27. April 2010 im Rahmen eines Festaktes an der TU Graz verliehen.