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Neuauflage Fachtextbuch "Zement & Beton" 2009/2010

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Neuestes Wissen nachschlagen, verstehen, umsetzen

Mit den Entwicklungen und Veränderungen von Bauweisen erweitern sich auch die Einsatzgebiete von Beton. Bereits zum 42. Mal, seit 1966, veröffentlicht die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ) das Fachtextbuch "Zement + Beton", das erfolgreiche Nachschlagewerk des Bauwesens für Ausbildung und Praxis. Der Zement- und Betonindustrie ist es seit jeher ein Anliegen Schulen und Universitäten soweit wie möglich mit Unterrichtsmaterial zu unterstützen. Geschäftsführer der VÖZ, DI Felix Friembichler: "Die Erstellung hochwertiger technischer Unterlagen beansprucht enorm viel Zeit und die Mitarbeit hochqualifizierter Experten. Wir stellen unsere Ressourcen und Netzwerke zur Verfügung, denn nur die tägliche Zusammenarbeit und der Wissensaustausch von Industrie, Nachwuchs, Lehrern, Wissenschaftern und Experten aus der Bauwirtschaft erhöht die Chancen auf laufende Innovationen, die unsere Branche immer braucht." Besonders wichtig und neu im aktuellen Buch sind die Kapitel zu den Eurocodes. Diese stehen für die jüngsten Umbrüche in der Normenwelt der Baustoffe und die neuesten europaweit standardisierten Bemessungsregeln. "Das Fachtextbuch Zement & Beton ist ein lebender Beweis der Innovationskraft der Bauwirtschaft. Wir sind überzeugt, damit einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Qualität am Bau zu leisten, sowohl für unsere zukünftigen KollegInnen als auch für jene, die schon längere Zeit im Berufsleben stehen. Denn neueste Entwicklungen müssen so rasch wie möglich in die Ausbildung und in die Praxis transportiert werden", erklärt Friembichler. Seit über vier Jahrzehnten aktualisiert und publiziert die österreichische Zementindustrie das Fachwissen in der Betontechnologie. Das in der gesamten Baubranche als Standardwerk genutzte "Fachtextbuch Zement und Beton" ist eine Schulungsunterlage und ein Nachschlagewerk im handlichen Pocket-Format, das jährlich auf den neuesten Stand der Entwicklungen gebracht wird. "Die laufende Aktualisierung erfolgt sowohl durch erfahrene Mitarbeiter unseres Hauses als auch durch hochrangige Wissenschafter und Praxis-Experten", so Friembichler. Mit Erscheinen der neuen Ausgabe wird dem heimischen Baunachwuchs der aktuellste Informationsstand für den europäischen Raum geboten und die Bauwirtschaft in Österreich unterstützt. Das Fachtextbuch wird auch im Anhang der Schulbuchliste geführt.

Neue Eurocodes - Europa spricht jetzt eine Sprache

Um die Bemessungsregeln im Bauwesen europaweit auf eine einheitliche Basis zu stellen, wurden die Eurocodes ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um Europäische Normen (EN), an deren Erarbeitung namhafte nationale und internationale Wissenschafter beteiligt waren. In Österreich gibt es die Eurocodes seit 2003 in Form der ÖNORM EN. Diese Koexistenzperiode wurde jedoch per 31. Mai 2009 beendet. Ab sofort gelten für Entwurf, Bemessung und Berechnung ausschließlich die für Europa einheitlichen Eurocodes in Verbindung mit ihren nationalen Anhängen. Im Zuge dessen kommt es zu einer gravierenden Veränderung des technischen Regelwerks. Um den Nutzwert des Werkes zu perfektionieren, wurde das bisher bestehende Normenwerk überprüft und wo notwendig die Inhalte des Fachtextbuches durch neue Eurocodes aktualisiert. "In Europa bricht ein neues Normenzeitalter an. Wir haben, wo immer auch möglich, die aktuell bestehenden Eurocodes in die Überarbeitung aufgenommen und werden bereits nächstes Jahr eine weitere aktualisierte Ausgabe des Fachtextbuches publizieren. Darin werden auch alle noch folgenden Eurocodes für Beton eingearbeitet sein – eine vollständige Sammlung ist damit für Herbst 2010 garantiert", erklärt DI Felix Friembichler und weist damit auf die große Bedeutung der neuen Regelungen hin. Nach den wesentlichen Änderungen der Zementnorm EN 197-1 und der Betonnorm EN 206 durch das nationale Dokument ÖNORM B 4710-1, setzen nun die neuen Bemessungsnormen neue Maßstäbe für Baustoffe und Entwurfstätigkeiten. DI Felix Friembichler sieht in dieser Veränderung jedoch großes Potenzial: "Damit kann jeder Ingenieur und Planer aus der gesamten EU erstmals auf einheitliche Basisstandards in der Bemessung zurückgreifen."

Sonderthema Hautschutz am Bau

Einem besonderen Thema, das immer noch viel zu selten angesprochen wird, ist in dieser Ausgabe 2009/2010 ein eigenes Kapitel im Mittelteil des Buches gewidmet. DI Felix Friembichler weist auf die Wichtigkeit des in der Praxis angewandten Hautschutzes hin, der der Österreichischen Zementindustrie ein besonders großes Anliegen ist: "Bei der Arbeit mit Zement und Frischbeton muss die Haut geschützt werden um unterschiedlichste, mögliche Hauterkrankungen zu vermeiden. Auch das Bewusstsein und das Wissen über die Möglichkeiten der richtigen Pflege der Haut sind wichtige Präventionsmaßnahmen." Zement und Frischbeton haben hautreizende Eigenschaften; mit nur wenigen Vorbeugungsmaßnahmen können mögliche Erkrankungen verhindert werden. In diesem Kapitel finden sich Empfehlungen für die richtige Kleidungsausstattung, sowie wichtige Tipps zur Reinigung und Pflege der Haut nach dem Kontakt mit Zement und Frischbeton. Selbstverständlich sind die wichtigsten Telefonnummern und Elemente der persönlichen Schutzausrüstung, sowie Erste-Hilfe-Tipps in diesem Kapitel ebenfalls kompakt und übersichtlich zusammengefasst.

Alles zu den ÖNORMEN

Mit den wichtigsten ÖNORMEN für den Betonbau und einer ausführlichen Zusammenfassung von Links zu informativen Webseiten, Nachschlagewerken und Serviceangeboten betonrelevanter Branchen und Verbände, eröffnet die neue Ausgabe 2009/2010. wieder mit dem Kapitel Stahlbeton und Spannbeton mit den technischen Ausführungen von o. Univ.-Prof. Johann Kollegger. Im Mittelpunkt dieses einleitenden Buchteils stehen die wesentlichen Vorteile und Eigenschaften des Betons, der insbesondere auch als Verbundwerkstoff in Verbindung mit Stahl verwendet wird. Begleitend wird der Text schließlich von international angewandten Beispielen illustriert. Das vom Forschungsinstitut der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZFI) bearbeitete und zusammengestellte Hauptkapitel "Betontechnik" unterteilt sich in bewährter Weise in die Grundlagen der Betontechnologie und deren historische Entwicklung als wissenswerter Einstieg und in fachlich vertiefte Darlegungen der Beton-Anwendung gemäß der Norm ÖNORM B 4710-1, die sich den wichtigsten Kapiteln zu Themen wie Ausgangsstoffe, Betonsorten, Eigenschaften und Verarbeitbarkeit oder Betonprüfung, Gütenachweise, Beurteilung der Konformität und ÜA-Zeichen für Transport- und Baustellenbeton auseinandersetzt. Die Basis zu den fachlichen Ausführungen bildet die Ausgabe 2007/2008, bei der bereits die Gliederung der einzelnen Fachabschnitte noch verständlicher in die neue Form gebracht wurde, die der Denkweise beim Planen schrittweise zuarbeitet und sie unterstützend begleitet. Die Inhalte wurden sorgfältig überprüft, adaptiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Alles zu den Grundlagen der Tragwerksplanung im Hochbau

Der zweite Teil des Fachtextbuches befasst sich eingehend mit den allgemeinen Grundlagen der Tragwerksplanung im Hochbau und bietet einen hervorragenden Überblick über sämtliche Normen, Materialeigenschaften, Gesetze und Maßeinheiten, die international vereinheitlicht und geregelt wurden. Eingegangen wird nicht nur auf verschiedene Themen von statischer Relevanz, wie Nutzlasten im Hochbau, Eigenlasten von Baustoffen und Bauteilen, Schnee-, Eis- und Windlasten, sowie Erdbeben, sondern auch auf die wichtigsten Kapitel in Hinblick auf Brandverhalten und Materialeigenschaften von Bauprodukten. Desweiteren auch, auf gesetzlich und normungsbedingte Planungsgrundlagen für barrierefreies Bauen, wasserundurchlässige Betonbauwerke und Weiße Wannen, Betonrohre oder auch Flächenbefestigung mit Betonpflastersystemen. Mit Kompetenz und Zeitnähe zu den jüngsten Entwicklungen bietet das Fachtextbuch auch hier die beste Unterstützung für grundsätzliche, materialspezifische Fragen bei Bauvorhaben in Betonbauweise.