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Zementerzeugung

Zement wird heute in modernen Zementwerken in einem kontinuierlichen Prozess aus den natürlichen Rohstoffen Kalkstein und Ton bzw. Mergel (Mengenverhältnis ca. 2:1) erzeugt. Bei Bedarf werden Quarzsande und eisenoxidhältige Stoffe als Korrekturmaterialien (für die bessere Sinterung) zugegeben.

Die Rohstoffe werden gemeinsam zu Rohmehl vermahlen und dann in einem Drehrohrofen bei Temperaturen von ca. 1.450 °C zum so genanntem Klinker gebrannt (Sinterungs-Prozess). Die Drehbewegung des schräg gelagerten Ofens bringt das Material in eine kugelige Form (Granalien). Durch eine rasche Abkühlung auf eine Temperatur von unter 200 °C bleiben die hydraulischen Eigenschaften des Klinkers erhalten.

Die Klinkergranalien werden zusammen mit Hüttensand, Flugasche, Kalkstein und Gips in Walzen- und Kugelmühlen zum fertigen Produkt, dem Zement, vermahlen. Art und Menge der einzelnen Bestandteile und die Mahlfeinheit des Zements beeinflussen die physikalischen und zementtechnologischen Eigenschaften des Endprodukts.

Die europäische Norm EN 197-I legt die Grenzen der Anteile für Normalzemente fest. Der fertige Zement wird automatisch in Säcke verpackt oder in Silo-LKWs abgefüllt.

Entstaubungseinrichtungen, die Nutzung der Abwärme des Drehrohrofens zum Trocknen und Vorwärmen der Ausgangsstoffe sowie der Einsatz von Alternativbrennstoffen (Altreifen, Kunststoffe und Altöle) sind Maßnahmen der Zementindustrie, um die Umwelt zu schonen (verringerter CO2-Ausstoß) und die Energieeffizienz zu erhöhen.