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In der Hitzewelle einen kühlen Kopf bewahren – Beton macht’s möglich!

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Ein Hitzerekord jagt den nächsten, mobile Kimaanlagen und Ventilatoren in den Baumärkten sind vielerorts ausverkauft, jeder dritte Österreicher plant die Anschaffung eines Klimagerätes, in Wien sogar jeder zweite. [OTS 2019] Was viele nicht wissen: Für den Neubau gibt es eine genial einfache und noch dazu kostengünstige Alternative zum Kühlen von Gebäuden, die mit erneuerbaren Energien und der natürlichen Kühle der Erde betrieben werden kann: die Bauteilaktivierung!

Bei dieser energie- und ressourcenschonenden Technologie werden massive Gebäudeteile mit Leitungen – ähnlich wie bei einer Fußbodenheizung – versehen, die mit kühlem Wasser durchströmt werden. Die Wärme wird dem Raum über den gesamten Bauteil entzogen, zum Kühlen ist die Decke am besten geeignet, aber auch Wände und eingeschränkt der Boden sind möglich. Im Raum entsteht so ein angenehmes und gleichmäßiges Klima. Außen brütende Hitze, innen wohltemperiert und kühl – mit aktivierten Bauteilen. Die Bauteil- oder Betonkernaktivierung wird schon lange in Bürogebäuden eingesetzt und hat sich dort vielfach bewährt. Die Technologie kommt nun zum Heizen und Kühlen verstärkt auch im Wohnbau zum Einsatz. Die Stadt Wien wie auch zahlreiche Bauträger haben die Vorteile der Bauteilaktivierung längst erkannt, erste Wohnbauten mit der smarten Technologie sind in Fertigstellung, auch bei Schulbauten wird auf die Speicherfähigkeit von Beton gesetzt. Auch bei der Sanierung können Bauteile aktiviert werden.

Die Wirkung von Beton als ausgleichende thermische Masse in Gebäuden ist bauphysikalisch einfach nachvollziehbar, den Vergleich der Sommertauglichkeit von Bauweisen ermöglicht beispielsweise das Online-Tool Thesim 3D, das Planern und Bauherren zeigt, wie sich die Baustoffwahl oder der Sonnenschutz auf das Hitzeverhalten von Gebäuden auswirkt. Klares Fazit: Bei hohen Außentemperaturen hat Beton als ausgleichende Masse die Nase vorn.

Beton – bester Baustoff im und gegen den Klimawandel

Der häufig kolportierten Irrmeinung, der Ersatz des Baustoffs Beton sei eine wirksame Maßnahme zur Bekämpfung des Klimawandels, sei an dieser Stelle entschieden entgegen getreten: Eine breit angelegte wissenschaftliche Studie zeigt, dass über die gesamte Lebensdauer von Bauwerken die Baustoffwahl keinen Unterschied in den ökologischen Auswirkungen macht, sondern vielmehr die Wahl des Energiesystems und der Anteil erneuerbarer Energie zum Heizen und Kühlen. [Sölkner et al 2014] Gerade hier kann Beton seine Stärken – Temperaturausgleich, Speicher für erneuerbare Energie – ausspielen.

Beton ist nach Wasser der weltweit meist genutzte Stoff. Würde man diese Mengen durch andere Baustoffe ersetzen, wäre beispielsweise im Fall der Nutzung von Holz der erforderliche Einschlag in die Wälder so hoch, dass die wichtige CO2-Senkenwirkung des Waldes mittelfristig verloren ginge. [BFW 2015, Klimaschutz in der Forstwirtschaft]

Addendum, die österreichische Rechercheplattform, veröffentlichte soeben erschütternde Zahlen über die Abholzung Europas letzter Urwälder in Osteuropa. Das zeigt abermals die hohe Bedeutung von Herkunftszertifikaten für Baustoffe.

Österreichs Zementwerke – weltweit Spitzenreiter im Einsparen von Emissionen

Wird österreichischer Zement verwendet, stellt sich die Bilanz von Betonbauwerken weltweit am besten dar: Der anteilige Wert von Kilogramm CO2 pro erzeugter Tonne Zement ist nirgends auf der Welt so niedrig wie bei den österreichischen Zementwerken. Dies ist das Resultat von stetigen Verbesserungen und Umweltinvestitionen in die Produktionstechnologie und -anlagen.

Rückfragehinweis

Cathérine Stuzka
Pressestelle der VÖZ
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