Kreislaufwirtschaft

Die Zementindustrie ist ein wichtiger Teil der Kreislaufwirtschaft in Österreich.

Pro Tonne hergestelltem Zement werden mehr als eine halbe Tonne sekundärer Stoffe verarbeitet, das sind:

  • Ersatzbrennstoffe
  • Alternative Rohstoffe
  • Sekundäre Zumahlstoffe

 

Mit dem Einsatz von sekundären Brennstoffen, das sind heizwertreiche Fraktionen des Mülls wie z.B nicht mehr rezyklierbare Kunststoffe oder Autoreifen, ist es gelungen, den Einsatz von fossilen Rohstoffen massiv zurückzufahren. Die Ersatzbrennstoffrate beträgt mehr als 80 Prozent.

Alternative Rohstoffe werden dem Rohmehl beigegeben und im Drehrohrofen gebrannt, hier werden beachtliche Mengen an Bauschutt verarbeitet und einer neuerlichen Nutzung zugeführt. Ziegelbruch kann als Lieferant von Aluminiumoxid eingesetzt werden. Besondere Bedeutung haben auch Fraktionen, die reich an Kalziumoxid sind, da sie dazu beitragen, weniger Kalkstein zu verwenden und somit auch zur Senkung der CO2-Emissionen bei der Entsäuerung von Kalkstein beitragen.

Als sekundäre Zumahlstoffe kommen Reststoffe aus anderen Industrien zum Einsatz, wie z.B. Hüttensand als Reststoff der Stahlerzeugung oder Flugasche aus Kohlekraftwerken. Bedingt durch Umstellungen in anderen Sektoren wird die Verfügbarkeit dieser Stoffe in Zukunft zurückgehen. An Alternativen wird bereits geforscht.

Der Anteil von sekundären Brenn- und Rohstoffen in der Zementindustrie wird jährlich erhoben und in den Kennzahlen veröffentlicht.