VÖZ Logo
header betondesign 03

Baukostenindex 2011 gestiegen

Der Baupreisindex (BPI) erfasst vierteljährlich das Preisniveau von Bauprojekten aus allen Bundesländern und gibt damit Auskunft über die Entwicklung der tatsächlichen Preise, die der Bauherr für die Bauarbeiten bezahlt.

baukostenindex2

Es wird nicht nur die Preisentwicklung der am Bauprozess beteiligten Produktionsfaktoren (wie z. B. Baustoffe, Kosten für Maschinen, Löhne und Gehälter), sondern implizit auch die Veränderung der Produktivität und der Gewinnspanne des Bauunternehmens berücksichtigt. Laut Statistik Austria ist der Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau im Jahresdurchschnitt 2011 gegenüber 2010 um 2,3% gestiegen. Damit sei der durchschnittliche Kostenanstieg im Vorjahr - vor allem ab Mai - etwas gedämpfter ausgefallen als 2010 mit einem Anstieg von 3,2%. Im Tiefbau gab es einen stärkeren Anstieg als im Hochbau. Der Baukostenindex für den Straßenbau stieg im Jahresdurchschnitt 2011 um 5,7% (2010 waren es 4%) und verzeichnete somit den stärksten Anstieg aller Bausektoren. Im Brückenbau gab es ein Plus von 4,2% (2010: 4,4%). Im Dezember erhöhte sich der Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,5% und im Vergleich zum Vormonat November um 0,1%. Beim Straßenbau gab es im Vergleich zu Dezember 2010 einen Anstieg um 6,2% und gegenüber November 2011 von 0,4%, beim Brückenbau um 2,8% (Vorjahresmonat) bzw. 0,3% (Vormonat). Dominiert war der Baukostenindex laut Statistik Austria vor allem durch die starken Preisanstiege bei den Rohstoffen. Der Anstieg der Baukosten im Straßen- und Brückenbau war im November 2011 hauptsächlich auf die Preiserhöhungen von Bitumen und Treibstoffen zurückzuführen. Für den Hochbau stiegen ebenfalls die Kosten der Warenkorbelemente Bituminöse Dichtungsbahnen und Treibstoffe, während die Kosten für Betonplatten sanken.