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Selber Betonieren auf der Kleinbaustelle

pdf Betonieren leicht gemacht265.96 KB

Tipps und Tricks für Hausbauer zum richtigen Betonieren

Der Traum vom eigenen Haus wirft in der praktischen Umsetzung oft knifflige Fragen auf. Jeder, der beim Hausbau selbst Hand anlegt oder das bestehende Eigenheim gerne erweitern oder umbauen möchte, muss sich früher oder später mit dem Thema "Betonieren" auseinandersetzen. Die Broschüre "Betonieren leicht gemacht – Betonherstellung auf der Kleinbaustelle", die kostenlos bei der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ), sowie im Baustoff-Fachhandel und in Baumärkten angefordert werden kann und auf zement.at zum Download zur Verfügung steht, gibt hier wichtige Ratschläge und Tipps für Heimwerker und private Hausbauer zum richtigen Umgang mit Beton, sowohl bei der Betonherstellung als auch bei der -verarbeitung. Mit der enthaltenen Mischtabelle steht ein wichtiges Hilfsmittel zur Verfügung, um auch auf der Kleinbaustelle höchste Qualität bei der Herstellung von Beton zu garantieren. Mit den wichtigsten Regeln für den richtigen Umgang mit Beton bleibt guter und dauerhafter Beton somit kein Privileg von Großbaustellen.

Beton ist ein unverzichtbarer und seit langem bewährter Baustoff für jede Baustelle. Durch ein Gemisch aus Zement und Wasser entsteht der so genannte "Zementleim", der später erhärtet und die Gesteinskörner fest und dauerhaft miteinander verkittet. Die Festigkeit des Zementsteins ist abhängig vom richtigen Verhältnis von Wasser und Zement, für das der "private Bauherr" beim Mischen selbst verantwortlich ist. Mit der richtigen Zugabe erzeugt er guten, mit der falschen Zugabe schlechten Zementleim und damit in weiterer Folge schlechten Beton, was sich negativ auf die Festigkeit und die Haltbarkeit auswirkt. Auch müssen weitere Faktoren wie die richtige Gesteinskörnung und das Fassungsvermögen der Mischmaschine bei der Betonherstellung beachtet werden. Die Mischtabelle gibt hier Aufschluss über die richtige Menge an Wasser und Zement, das optimale Korngemisch und den richtigen Mischvorgang.

Unterschiedliche Bauteile brauchen unterschiedliche Betonmischungen

Je nach Bauteil gibt es unterschiedliche Betonsorten. Eine Stiege stellt andere Anforderungen an das Betongemisch als zum Beispiel ein Fundament. Ein Überblick über die möglichen Betonsorten und deren Verwendungszweck ist die Basis der Mischtabelle. Auch die Feuchtigkeit des Korngemisches ist entscheidend. Hier gibt die Mischtabelle Auskunft über die richtige Wahl des Feuchtigkeitsgrades. Weiters ist zu berücksichtigen, dass der auf der Mischmaschine angegebene Maximalinhalt immer größer ist als die tatsächliche Menge an Beton, die damit hergestellt werden kann. Neben weiteren Tipps zum richtigen Mischvorgang helfen hier wieder die Richtwerte der Mischtabelle, um die gewünschte Betonmenge herzustellen.

Das richtige Tempo bei der Betonverarbeitung

Auch nach dem Mischvorgang gibt es einige einfache Regeln, die es zu beachten gilt. Der Beton muss nach dem Mischen rasch verarbeitet werden. Spätestens eine Stunde – im Sommer aufgrund der höheren Temperaturen eine halbe Stunde – nach dem Mischen muss der Frischbeton eingebracht und vor allem auch verdichtet sein. Durch den Mischvorgang enthält der Frischbeton eingeschlossene Luft, die durch sorgfältiges Verdichten entfernt werden muss. Auf Kleinbaustellen ist hier meist die Methode des Stocherns zu bevorzugen. Die Verdichtung ist nicht nur wegen der Optik der Betonoberfläche, sondern vor allem wegen der Dauerhaftigkeit des Betons wichtig. Wird auf bereits erstarrten oder erhärteten Beton frischer Beton aufgetragen, entstehen Arbeitsfugen. Durch das Einbringen von genügend langen Steckeisen, die zur Hälfte im Frischbeton und zur Hälfte in den vorangegangenen Betonier-Abschnitt reichen, kann hier eine ordnungsgemäße Verbindung erreicht werden.

Fertig betoniert – Was jetzt?

Nachdem der frische Beton korrekt verdichtet wurde, muss er unbedingt vor zu raschem Austrocknen geschützt werden, da sonst ein Teil des Zementes ungenutzt bleibt und der Beton an Festigkeit verliert. Außerdem können so Schwindrisse entstehen. Die gesamte Umbildung von Zementleim zu Zementstein dauert zwar etwa zwei Jahre, kritisch für die Austrocknung ist aber nur die erste Zeit direkt nach dem Betonieren, weshalb die Nachbehandlung so rasch als möglich erfolgen muss. Die Broschüre gibt hier wertvolle Tipps, wie bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen verfahren werden muss, um die optimale Austrocknung des Betons zu gewährleisten. Ebenfalls wichtig ist der richtige Umgang mit dem anfallenden Waschwasser nach Beendigung der Betonier-Arbeiten. Auch hier gibt die Broschüre Auskunft über die wesentlichen Bestimmungen des Gewässerschutzes und die korrekte Entsorgung anfallender Zementschlempe beziehungsweise des Restbetons.

Hier steht Ihnen die Broschüre pdf Betonieren leicht gemacht1.05 MB gratis als Download zur Verfügung.

Ab sofort kostenlos erhältlich unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
tel: +43 1 714 66 85-0 sowie im Baustoff-Fachhandel und in ausgesuchten Baumärkten