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Weniger CO2 durch Betonstraßen

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pdf Grafik Einflussfaktoren Kraftstoffverbrauch148.14 KB

Internationale Studie belegt bis zu sechs Prozent weniger Kraftstoffverbrauch

Europas Straßenverkehr verursacht rund ein Fünftel der gesamten Kohlendioxid-Emissionen, einen großen Anteil daran hat der Schwerverkehr. Vorrangiges Ziel der EU ist es die Emissionen zu senken. Weltweit durchgeführte Studien belegen nun, dass bei Konstruktion und Bau von Straßen Potential zur CO2-Reduktion mit Adhoc-Wirkung vorhanden ist. Dafür wurden Forschungsarbeiten aus Kanada, Großbritannien, Schweden, Japan und den USA von Eupave (European Concrete Paving Association) zusammengefasst und ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen dazu eine Einsparung von Kraftstoff für den Schwerverkehr auf Betonstraßen von bis zu sechs Prozent auf.

Steigende Verkehrsbelastungen, Forcierung der Sicherheit im Straßenverkehr, Kostensteigerungen bei der Errichtung und Wartung von Infrastrukturbauwerken sowie die Knappheit der finanziellen Ressourcen erfordern zeitgemäße Lösungen für den Bau von Verkehrsflächen.

Nachhaltige Straßeninfrastruktur

Moderne Betonstraßen punkten mit positiven Eigenschaften wie Festigkeit, Lastverteilung, Griffigkeit, Helligkeit, Verschleiß- und Verformungswiderstand sowie einer Langlebigkeit von rund 40 Jahren und einer besonderen Wirtschaftlichkeit. DI Felix Friembichler, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie, dazu: "Die Langlebigkeit, Haltbarkeit und geringen Instandhaltungsmaßnahmen von Betonstraßen sind seit langem bekannt. Neueste Studienergebnisse zeigen uns nun weitere erfreuliche Eigenschaften auf, die zur CO2-Reduktion beitragen." Zu den wichtigsten neuen Erkenntnissen zählen die Lichtreflexion, die an der Oberfläche kühlt, sowie der um bis zu sechs Prozent reduzierte Kraftstoffverbrauch von LKWs.

Weniger Kraftstoffverbrauch für LKWs

Alle durchgeführten Studien und Forschungsarbeiten den Schwerlastverkehr betreffend zeigen im Vergleich Betondecken zu Asphaltdecken einen rund ein bis sechs Prozent geringeren Kraftstoffbedarf auf. Geprüft wurden beeinflussende Parameter wie der Straßendeckentyp, insbesondere die Starrheit der Oberfläche. "Die nicht verformbaren Betondecken verkleinern den Rollwiderstand und bewirken so einen Einsparungseffekt", erklärt Friembichler. Damit werde ein nicht unerheblicher Beitrag zu den Bemühungen zur Erreichung der Klimaziele geleistet. (siehe Grafik) "Allerdings haben diese Studien nur die Einsparungen für LKWs berechnet, natürlich ist auch für PKWs ein großes Potential vorhanden", so Friembichler weiter.

Lichtreflexion, die an der Oberfläche kühlt

Beton hat ein deutlich höheres Reflexionsvermögen als Asphalt. Aufgrund dieser Eigenschaft können die Oberflächentemperaturen und damit die Temperaturen des gesamten Umfeldes in den Sommermonaten reduziert werden. "Zudem", so Friembichler, "bewirken bei der Verwendung von Beton der niedrigere Kühlenergiebedarf durch geringere Umgebungstemperaturen in städtischen Gebieten sowie der reduzierte Energieaufwand bei der Ausleuchtung von helleren Oberflächen auch eine Reduktion des Kohlendioxidausstoßes."

Literaturtipp

EUPAVE klEUPAVE "Betondecken leisten Beitrag zur Kohlendioxidreduzierung im Straßengüterverkehr"
Herausgeber: Zement+Beton Handels- und Werbeges.m.b.H.
Seiten: 16
Ab sofort kostenlos auf Anfrage erhältlich unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
bzw. unter der Nummer: +43 (1) 714 66 85–0
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