Raj Sabhagruh in Dharampur: ein Stufentempel mit gestapelter Raumstruktur

Vertikale Raumfolge verbindet Architektur, Nutzung und Symbolik

Raj Sabhagruh in Dharampur ist ein außergewöhnliches Beispiel für komplexen Betonbau ausführlich dargestellt in dem Magazin Zement + Beton 1/26. Das Gebäude beheimatet ein Auditorium, Museum, Bibliothek und Räume für spirituelle Unterweisung in einer vertikalen Raumfolge, die architektonisch wie symbolisch auf den Aufstieg von Wissen zu Selbstreflexion verweisen.
Konstruktiv basiert der Bau auf massiven, sanft geschwungenen Betonwänden, die ineinandergreifen und große Spannweiten aufweisen. So entsteht ein 54 Meter breites Auditorium mit 5.000 Plätzen ebenso wie eine 20 Meter hohe Meditationshalle ohne störende innere Stützen. Beton wird hier als tragendes, räumliches und symbolisches Material eingesetzt.
Mit seiner gestapelten Struktur, der perforierten Außenfassade aus recyceltem Marmor und der präzisen Raumdramaturgie zeigt Raj Sabhagruh, wie Beton hochkomplexe Nutzungsanforderungen mit architektonischer Klarheit und Dauerhaftigkeit verbinden kann.

Projektüberblick

Raj Sabhagruh organisiert Lernen, Museum, Bibliothek und Meditation in einer monumentalen Betonstruktur. Der Komplex übersetzt religiöse Symbolik in eine räumlich gestaffelte Architektur aus ineinandergreifenden Ebenen und Räumen.

Herausforderung

Gefordert war ein Gebäude, das große Besucherzahlen, unterschiedliche Nutzungen und eine starke spirituelle Bedeutung in einem einzigen architektonischen System verbindet.

Lösung & Konstruktion

Die Lösung ist eine vertikal geschichtete Raumfolge in einem massiven Betonbau. Die Räume drehen sich übereinander, wodurch Lernen, Studium und Selbstreflexion als räumlicher Aufstieg organisiert werden.

Material & Technologie

Beton bildet das eigentliche Rückgrat des Projekts: 50 Zentimeter starke, sanft geschwungene und ineinandergreifende Wände schaffen große Spannweiten, ein 54 Meter breites Auditorium und eine 20 Meter hohe Meditationshalle ohne innere Stützen.

Nachhaltigkeit

Die kompakte, massive Struktur ist auf Dauerhaftigkeit und hohe Nutzungsintensität ausgelegt. Ergänzt wird sie durch 800.000 handgeschnittene Stücke aus recyceltem Marmor in der perforierten Außenfassade.

Wirkung & Nutzen

Das Projekt verbindet Betonbau, Symbolik und öffentliche Nutzung auf außergewöhnliche Weise. Es wird damit zum identitätsstiftenden Zentrum des Ashrams und zu einem internationalen Referenzprojekt für komplexe Raumorganisation in Beton.

Stimmen zum Projekt

„Der Bau macht aus Beton nicht nur Struktur, sondern eine räumliche Abfolge für Lernen, Versammlung und Selbstreflexion.“

Projektdaten
Projekt
Raj Sabhagruh
Ort
Dharampur,
Indien
Bauherr
Shrimad Rajchandra Mission
Architekt
Serie Architects
Gebäudetyp
Kultur- und Bildungsbau / Auditorium / Museum / Bibliothek
Betontechnologie
Besonderheiten
Stufentempel mit 13 übereinander angeordneten Räumen; 5.000-Plätze-Auditorium; perforierte Außenfassade mit recyceltem Marmor.