Raj Sabhagruh in Dharampur ist ein außergewöhnliches Beispiel für komplexen Betonbau ausführlich dargestellt in dem Magazin Zement + Beton 1/26. Das Gebäude beheimatet ein Auditorium, Museum, Bibliothek und Räume für spirituelle Unterweisung in einer vertikalen Raumfolge, die architektonisch wie symbolisch auf den Aufstieg von Wissen zu Selbstreflexion verweisen.
Konstruktiv basiert der Bau auf massiven, sanft geschwungenen Betonwänden, die ineinandergreifen und große Spannweiten aufweisen. So entsteht ein 54 Meter breites Auditorium mit 5.000 Plätzen ebenso wie eine 20 Meter hohe Meditationshalle ohne störende innere Stützen. Beton wird hier als tragendes, räumliches und symbolisches Material eingesetzt.
Mit seiner gestapelten Struktur, der perforierten Außenfassade aus recyceltem Marmor und der präzisen Raumdramaturgie zeigt Raj Sabhagruh, wie Beton hochkomplexe Nutzungsanforderungen mit architektonischer Klarheit und Dauerhaftigkeit verbinden kann.