Die Generalsanierung des Deutschen Museums in München zeigt, wie komplex Bauarbeiten im Bestand sein können – insbesondere bei historischen Gebäuden auf anspruchsvollem Untergrund. Das Gebäude steht auf rund 1.500 Pfählen und musste im Zuge der Sanierung umfassend gesichert werden.
Zum Einsatz kamen innovative Tiefbautechnologien wie Düsenstrahlverfahren und Mikropfähle, die eine erschütterungsarme Stabilisierung im laufenden Betrieb ermöglichen. Beton übernimmt dabei eine zentrale Rolle: Stampfbeton wurde für druckbeanspruchte Bauteile eingesetzt, während Stahlbeton tragende Strukturen und Decken bildet. Besonders hervorzuheben ist die Kombination aus technischer Präzision und nachhaltigen Lösungen. CO₂-reduzierte Materialien und emissionsarme Bauverfahren tragen zur Minimierung des ökologischen Fußabdrucks bei.
Das Projekt aus dem Magazin Zement + Beton 2_26 zeigt, wie Beton im Bestand nicht nur stabilisiert, sondern auch zur nachhaltigen Weiterentwicklung historischer Bauwerke beiträgt.