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Studie bestätigt hohe Effizienz der Bauteilaktivierung
Bis 2030 muss elektrische Energie in Österreich zu 100 Prozent aus...

Kolloquium der österreichischen Zementindustrie: Nachhaltige Baukonzepte und Breakthrough-Technologien

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft
Die Freude, dass heuer das Kolloquium "Forschung & Entwicklung für Zement und...

Zement+Beton 4_21: Bildung/Gesundheit

Architektur fördert die Gesundheit wie auch den Geist. Gerade deshalb haben Bildungs- und Gesundheitsbauten so einen hohen...

Neugierig, mutig und weiblich – ACR Woman Award für VÖZ-Forscherin Cornelia Bauer

Technik und Forschung können schon mal sperrig sein. Cornelia Bauer von der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie...

Bauen neu denken

Concrete Design Competition – REIMAGINE
Die Concrete Design Competition will innovative Entwurfskonzepte fördern und die...

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Technisch eigentlich simpel: Die thermische Bauteilaktivierung (TBA) bezeichnet Systeme, die Gebäudemassen zur Temperaturregulierung nutzen. Sie werden zur alleinigen oder ergänzenden Raumheizung oder wahlweise Kühlung verwendet. Ursprünglich im Gewerbe- und Bürobau angewendet, hält die klimafreundliche Technologie auch Einzug im großvolumigen Wohnbau. Seit Jahresende 2020 unterstützt der österreichische Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programms "Energieflexibilität durch thermische Bauteilaktivierung" die Anwendung der thermischen Speicherkapazität von Bauteilen zur Maximierung des Einsatzes von erneuerbaren Energien für die die Bereitstellung von Wärme und Kälte. Gefördert werden können Planungsdienstleistungen für die Konditionierung (Sommer und Winter) von konkreten Geschoßwohngebäuden mit optimierter Nutzung erneuerbarer Energie auf Basis des Einsatzes von thermisch aktivierten Gebäudemassen als Wärmespeicher.

Thermische Bauteilaktivierung Illustration heizen kuehlen web

In einem Podcast des Klima- und Energiefonds werden das Energiekonzept und die Technik der Bauteilaktivierung erklärt. Haustechnik-Pionier Harald Kuster und sein Sohn Jan führen dabei durch ein Gebäude in Hallwang: #12 Außerhalb der Norm

Erforschte Technologie

Simulationsraum Bauakademie SalzburgSimulationsraum Bauakademie Salzburg (© Z+B/wild+team)Die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ) hat über viele Jahre gemeinsam mit einem großen Netzwerk an Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Praxis zur Weiterentwicklung der thermischen Bauteilaktivierung beigetragen und zahlreiche Forschungsprojekte zu dieser innovativen Technologie initiiert. Erste Erkenntnisse wurden mittels eines Simulationsraums am Gelände der Bauakademie Salzburg gewonnen und ein Rechenkern zur Simulationsberechnung von Gebäuden als Energiespeicher entwickelt.

Den bauphysikalischen Grundlagen ist Professor Klaus Kreč, TU Wien, im Projekt "Energiespeicher Beton" umfassend nachgegangen, die gleichnamige Publikation liegt mittlerweile in 2. Auflage vor, diese können Sie hier herunterladen: pdfEnergiespeicher Beton, 2. Auflage6.52 MB

 

Bauteilaktivierte Leuchtturmprojekte

MGG22 Gemeinschaftsgarten ZB kleinMGG22: Leistbarer Wohnraum, umweltfreundliches Heizen und KühlenZahlreiche Demonstrationsgebäude sind entstanden, bei denen die TBA häufig mit solarer Unterstützung beladen wird. Bei einem Einfamilienaus im Weinviertel wurde die Wärmepumpe für das Beladen der TBA erstmals mit Windenergie gekoppelt. 2018 kommt die TBA zum ersten Mal auch im sozialen Wohnbau zum Einsatz: In der Wohnhausanlage MGG22 in Wien Stadlau erfolgt die Raumkonditionierung über Wärmepumpen kombiniert mit Erdsonden und Windstrommanagement. Aktuell entsteht im 14. Wiener Gemeindebezirk ein bemerkenswertes neues Plus-Energie-Wohnbauprojekt mit einem innovativen, effizienten Energiekonzept auf Basis eines Niedrigstenergiehaus-Standards: die "Wientalterrassen". Die Bauteilaktivierung ermöglicht eine von fossilen Brennstoffen unabhängige autarke und nachhaltige Wärme-/Kälteversorgung der gesamten Wohnhausanlage.

Gisela Gary, Chefredakteurin von Zement+Beton, holt in ihrem Artikel "Speichermasse klug nützen" einige bauteilaktivierte Leuchtturmprojekte vor den Vorhang.
Der Artikel ist in "Der Standard" im Ressort Immobilien Wirtschaft am 28. Februar 2020 erschienen und hier exklusiv für Sie nachzulesen: pdfSpeichermasse klug nützen1.23 MB

Aktuelle Forschungsprojekte

Optimierungsbedarf besteht weiterhin, z. B. bei der Regelung und Steuerung, der Einbindung in Fernwärme- oder Anergienetze oder auch beim Einsatz von TBA in der Sanierung. Die VÖZ engagiert sich daher weiter aktiv in Forschungs- und Innovationsprojekten, beispielsweise in zwei Projekten der Vorzeigeregion Green Energy Lab oder in einem laufenden Projekt mit der FH Salzburg:

  • Hybrid LSC (Local Sustainable Communities)
  • PnP controls TABs (Plug-and-Play controls Thermally Activates Buildings)
  • Microlaboraufbau für Bauteilaktivierung 2.0

Bildnachweis Kachel:
Bild 1 © Treberspurg & Partner Architekten
Bild 2 © Z+B
Bild 3 © Matthäus Mayr

 

Internationaler Studentenwettbewerb

Internationaler Studentenwettbewerb

Reduce, reuse, recycle – reimagine!
Ausschreibungsunterlagen und Infos sind online verfügbar.

 

 

Speichermasse klug nützen

Technisch eigentlich simpel: Die thermische Bauteilaktivierung (TBA) bezeichnet Systeme, die Gebäudemassen zur Temperaturregulierung nutzen. Sie werden zur alleinigen oder ergänzenden Raumheizung oder wahlweise Kühlung verwendet. Ursprünglich im G...


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